| 04.08.2003
Gefahrgutunfall auf der A96...
Gegen 8.10 Uhr wurde FF Weiler zu einem Gefahrgutunfall auf der BAB 96 alarmiert. Ein Gefahrgutzug beladen mit 18000 Liter Eisen-3-Chlorid durchbrach die Mittelleitplanke - kippte um - und stürzte teilweise auf die Gegenfahrbahn. Der Tank des 30- Tonnen Gefahrgutzuges blieb zum Glück unbeschädigt.
Der Fahrer des Fahrzeuges wurde bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt, und von der FF Lindau aus dem Führerhaus befreit -anschließend konnte er mit dem Hubschrauber abtransportiert werden.
Die stark ätzende aber nicht brennbare Flüssigkeit wurde in ein Spezialfahrzeug (gummierter Tank) von der FF Weiler umgepumpt. Bei dem verunfallten Gefahrgutzug handelte es sich um einen "Einkammertank" mit einem Fassungsvermögen von ca. 20.000 Litern.
Die FF Weiler setze zum Umpumpen die im GWG (Gerätewagen Gefahrgut) mitgeführte "Elropumpe" ein. Nach ca. 40 Minuten Umpumpen musste diese abgeschalten werden, da nach dieser Zeit das Eisen-3-Chlorid bereits Teile der Pumpe zerfressen hatte.
Bis zum Eintreffen der Ersatzpumpe aus Lindenberg, wurde die Entleerung des Tankes mittels einer Fasspumpe fortgeführt. Die Ersatzpumpe aus Lindenberg kam nicht mehr zum Einsatz, da bereits bis zum Eintreffen der Pumpe ca. 80% der Ladung in den Ersatztankwagen umgepumpt waren.
Der gesamte Einsatz dauerte über 10 Stunden, da die Bereitstellung eines Ersatztankwagens durch die Spedition sich über 5 Stunden hinauszog. Die Einsatzkräfte wurden bei extremen Temperaturen von 40 Grad auf das äußerste belastet. Die Umpumparbeiten am verunfallten Fahrzeug wurden nur unter Säureschutzkleidung und Atemschutz vorgenommen.
Jeder Trupp der unter Säureanzügen arbeitete, wurde anschließend dekontaminiert. Den Dekonplatz baute die FF Lindau auf.
Für den notwendigen Brandschutz -3 fach (Wasser, Schaum, Pulver) waren die Feuerwehren Wangen, Lindau und Weißensberg zuständig.
Im Einsatz waren 150 Feuerwehrleute aus den Wehren Wangen, Lindau, Weißensberg und
Lindenberg.
Einsatzende war ca. 18 Uhr .
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