| 03.08.2007 Hochwasser in Lindau ... Nach heftigem Starkregen im unteren Landkreis in den frühen Morgenstunden des 03.08.07 wurde die FF Weiler gegen 09.00 Uhr zur Unterstützung der Lindauer Einsatzkräfte zu mehreren Hochwassereinsätzen alarmiert. In der ersten Alarmmeldung wurden Sandsäcke und Pumpen von der Einsatzleitung angefordert. Daraufhin wurden ca. 500 Sandsäcke und diverse Pumpen geladen und mit ELW, LF 20/16, SW 2000 und einem LKW und einem Unimog des Bauhofes nach Lindau gebracht. Bereits während der Anfahrt bekam die FF Weiler jedoch von der Einsatzleitung einen eigenen Abschnitt zugeteilt. In der Achstrasse standen mehrere Keller unter Wasser, in einem Fall bis zu 2 Meter. Nach Erkundung der Lage in der Achstrasse wurde nach Absprache mit den Anwohnern und der Abschnittsleitung eine Prioritätenliste erstellt und damit begonnen, die betroffenen Keller auszupumpen. Insgesamt wurden von der FF Weiler in diesem Bereich sieben Keller ausgepumpt. Besonders dramatisch stellte sich die Lage in einem Anwesen dar, dessen Grundstück über eine tiefer gelegene Garage verfügte. Dort stand die komplette Zufahrt, eine Garage und der ganze Kellerbereich meterhoch unter Wasser. Mit der Schmutzwasser-Pumpe Flight und der Turbo-Wasserstrahlpumpe wurden dort über mehrere Stunden ca. 4000 ltr. Wasser in der Minute abgepumpt. In diesem Anwesen musste zudem der Strom durch einen Energieversorger abgestellt werden, um in den Kellerbereich vordringen zu können. In den anderen Anwesen kamen mehrere Tauchpumpen und Wassersauger zum Einsatz. Probleme bereitete hierbei ständig nachlaufendes Grundwasser. Zeitgleich wurde von der FF Weiler die Achstrasse gesperrt, da diese in einem Bereich von ca. 200 Metern komplett überflutet war. Nach ca. 5 Stunden Einsatzdauer konnte die FF Weiler wieder einrücken. Hervorzuheben an diesem Einsatz ist die gute Zusammenarbeit mit den geschädigten Anwohnern, die zum Teil, sofern es möglich war, selbständig ihre Keller mit eigenen Pumpen trocken legten und die von uns gestellten Sandsäcke verteilten, bzw. geduldig und verständnisvoll auf unsere Unterstützung warteten.
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