Datum:

28.12.2016

Uhrzeit:

17:21 Uhr

 

Schleife:

027

eingesetzte Fahrzeuge:

MZF, GW-G, LF 16; SW2000

eingesetztes Material:

Chemikalienschutzanzüge, Säurebinder

 

Gefahrguteinsatz Lindau - Ladestraße ...

 

Gegen 17:21 Uhr wurde die Alarmierung durch die Leitstelle Allgäu für die Feuerwehren Lindau und Weiler ausgelöst. Durch eine Beschädigung eines IBC Behälters liefen etwa 200 Liter eines ätzenden Gefahrstoffes aus. Dieser Stoff wird unter der Bezeichnung "Bronopol" und der Gefahrnummer "8" (ätzend)  geführt und transportiert.

 

Schon auf der Anfahrt des Gefahrstoffzugs Weiler wurde die Absperrung der Unfallstelle mit 50 m angeordnet. Eine Erkundung der Einsatzstelle konnte durch die Ortswehr Lindau unter Chemikalienschutzanzügen vorgenommen werden. Die dadurch noch auf der Anfahrt bekannt gewordene UN-Nummer führte jedoch zu keinem genauen bzw. exaktem Suchergebnis da mit dieser Gefahrnummer mehrere verschiedene Güter geführt werden.

 

Die Nachforschung eines Chemikers vor Ort führte zu dem Ergebnis, dass es sich eigentlich um einen festen Stoff handeln müsste. Dies widersprach jedoch der Tatsache, dass es sich tatsächlich um eine Flüssigkeit in einem Tank handelte. Eine Rückfrage bei der Herstellerfirma konnte zu diesem Zeitpunkt keine Klärung herbeiführen. Auch die Nachforschung bei diversen Datenbanken brachte kein anderes Ergebnis.

 

Es wurden dann allgemeine Maßnahmen aufgrund der Kennzeichnung (ätzend) eingeleitet. Diese umfassen die Abdichtung der Abwassersysteme, Aufbau eines vorsorglichen dreifachen Brandschutzes, Auswahl der persönlichen Schutzausrüstung sowie Bereitstellung der notwendigen Materialien für diese Gefahrstoffklasse.

 

Als Erstmaßnahme durch die Feuerwehr Lindau konnte der Behälter soweit in der Lage verändert werden dass keine Flüssigkeit mehr ausgetreten ist.

 

Die weiteren Maßnahmen wurden dann unter Chemikalienschutzanzügen durch die Feuerwehr Weiler durchgeführt. Hierbei handelte es sich um die Stabilisierung der Lage sowie eine Aufnahme es Gefahrguts durch Säurebinder. Aufgrund der Menge des ausgetretenen Gefahrguts kann nicht von einer großflächigen Verschleppung ausgegangen werden.  Dennoch wurden ggf. betroffene Stellen im Außenbereich durch trockenen Sand abgedeckt.

 

Die Einsatzkräfte wurden anschließend durch die DEKON-Abteilung der Feuerwehr Lindau dekontaminiert bzw. gereinigt.

 

Nach ca. 2 Stunden Einsatzdauer konnte die Einsatzstelle übergeben werden muss durch eine Fachfirma nachbereitet werden.

 

siehe hierzu auch den Bericht auf "all-in"