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Januar 2012
Feuerwehr Weiler versetzt mit „Feuer &
Eis“ über 1000 Besucher in Staunen - Auftaktveranstaltung zum 150
jährigen Jubiläum
Waghalsige Kunststücke und prächtige Farbenspiele
Mit ihrer spektakulären Show „Feuer &
Eis“ hat die Freiwillige Feuerwehr Weiler – trotz äußerst ungemütlichen
Wetters – mehr als 1000 Besucher auf den Kirchplatz Weiler gelockt.
Eiskunst, Feuerakrobatik und Pyrotechnik versetzte die Gäste gut zwei
Stunden lang in Staunen.
„Die Freiwillige Feuerwehr Weiler hat immer
wieder mit Hochwasser, Eis uns Feuer zu tun“ begrüßte Kommandant Roland
Schlechta die Gäste nach dem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St.
Blasius auf dem Weilerer Kirchplatz. „Heute wollen wir euch die Elemente
Feuer und Wasser einmal in ihrer schönsten Form zeigen.“
Wenige Sekunden später leuchtete der Himmel
über dem Rathaus in Silber, Rot und Grün: Der Lindenberger Waldemar
Stiefenhofer zauberte mit seinen Helfern ein fünfminütiges
Klangfeuerwerk an den Himmel.
Entlang des Hausbachs brannten in Anspielung
an das 150-Jahr-Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Weiler mehr als 150
Feuer und umspielten die Wasserfontänen. Die Helfer hatten allerdings
alle Hände voll zu tun, die einzelnen Feuerscheite bei teils böigem Wind
am Brennen zu halten.
Mit dem Element Wasser in seiner gefrorenen
Form beschäftigte sich Eisdesigner Klaus Grunenberg aus Baar bei
Augsburg. Im Laufe des Abends verwandelte er mit Motorsäge und Eismeißel
einen massiven Eisblock in den kleinen Drachen Grisu – die Comicfigur,
deren größter Wunsch es ist, einmal Feuerwehrmann zu werden.
Widersprüchliche Elemente

Auch die faszinierende, gut einen Meter hohe
Eisfackel, die sinnbildlich für das Zusammenspiel der widersprüchlichen
Elemente Feuer und Eis steht, stammte aus seiner Hand.
Der Eiskörper leuchtete in verschiedenen
Farbtönen, während im Inneren eine kräftige Flamme loderte. Fasziniert
fassten Kinder die Fackel an, kaum glaubend, dass heißes Feuer und
kaltes Eis miteinander bestehen können.
Ein weiterer Höhepunkt waren die beiden
Auftritte der Feuerkünstler von Pyrostyx. Die Münchner stellten ihre
Duo-Programme „Allegro“ und „Booom“ vor – und ernteten Beifallsstürme
vom begeisterten Publikum für ihre rasanten Feuershows. Für eine
Schrecksekunde sorgte eine Fehlzündung, durch die ein brennendes
Kunststoffteil in Richtung Publikum flog. Ein Künstler löschte das Teil
sofort ab.
Natürlich informierten die Feuerwehrler bei
ihrer Auftaktsveranstaltung zu ihrem Jubiläum auch über ihre Arbeit: In
beleuchteten Holzpavillons erzählten großformatige Fotos von Einsätzen
aus den vergangenen Jahren. Einblicke in die Vergangenheit der Weilerer
Floriansjünger gewährt auch die 88-seitige Festschrift.
Für einen reibungslosen Ablauf und das
leibliche Wohl mit Feuerwürsten, Gulaschsuppe, Waffeln und
Feuerzangenbowle sorgten rund fünfzig Helfer. Zwanzig weitere
Feuerwehrler waren als Brandwache im Einsatz.
Feuerwehrkommandant Roland Schlechta war am
Abend mit der Eröffnungsveranstaltung „Feuer & Eis“ rundum zufrieden:
„Wir haben nur positive Resonanz und ernten viel Lob“, freute er sich
nach dem gelungenen Auftakt des Jubiläumsjahrs. Im weiteren Verlauf
dieses Jahres plant die Feuerwehr das traditionelle Spritzenfest am 16.
Juni, eine Ausstellung im Kornhausmuseum ab dem 27. Juni und einen Tag
der offenen Tür am 14. Oktober.
Quelle:
"der Westallgäuer"
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