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März 2014
"Blaulichtehrung" im Landkreis Lindau...
zur letzten Generalversammlung standen unter anderem
diverse Ehrungen für 25 jährige Mitgliedschaft an. Für die Kameraden
Markus Ferber, Markus Sandholzer, Andreas Ruhm und Alexander Morawietz
wurde dies zum besonderen Ereignis.
Innenminister Herrmann und Landrat Elmar Stegmann
nahmen im Sparkassensaal Lindau Ehrungen für den gesamten Landkreis
Lindau vor. Teilnehmer aller Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr, THW
und Rotes Kreuz nahmen an diesem Event teil.
Bilder: LRA Lindau
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Bericht "Schwäbische Zeitung" vom 25.03.2014
Dass die Menschen in Lindau in einer der sichersten
Regionen Deutschlands leben, dafür gibt es Gründe. Die hat Bayerns
Innenminister Joachim Herrmann bei ersten Blaulichtempfang des
Landkreises Lindau am Montagabend genannt. Denn selbstverständlich sei
das nicht, betonte Herrmann mehrfach.
Zuletzt haben die schrecklichen Geschehnisse im Zug München-Lindau am
Freitag gezeigt, wie schnell aus einer Routinekontrolle ein tödliches
Ereignis werden kann. Herrmann dankte vor diesem Hintergrund den
Ehrenamtlichen, aber auch den Hauptamtlichen, die im Dienst für andere
und für die Gesellschaft ihr Leben einsetzen.
Nach all den Wahlen der vergangenen Monate noch leicht im Ton eines
Wahlkämpfers hob der Minister hervor, dass Bayern das Bundesland mit der
geringsten Kriminalitätsrate und der höchsten Aufklärungsrate sei und
dass Lindau sich sogar davon noch abhebe, und dies trotz der Grenzlage.
Herrmann lobte sich selbst dafür, dass Bayern in den vergangenen Jahren
2000 zusätzliche Stellen bei der Polizei geschaffen habe und seine
Beamten gut ausstatte. Dabei gelte das Motto: „Sicherheit ist die
Voraussetzung dafür, dass die Menschen in Freiheit leben können.“
Im Sparkassensaal ging es aber vor allem um die Frauen und Männer, die
seit vielen Jahren treu Dienst leisten, ohne dafür Geld zu bekommen.
300000 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer gebe es in Bayern – so
viele wie in keinem anderen Bundesland. Hinzu kommen fast 150000
freiwillige Helfer beim Roten Kreuz, beim Technischen Hilfswerk, den
Johannitern, Maltesern oder anderen Hilfsorganisationen.
Sich selbst verwirklichen, indem man für andere da ist
„Wir können uns alle Tag und Nacht darauf verlassen“, fasste Herrmann
die Folgen dieser Einsatzbereitschaft zusammen. Der Minister dankte den
„Frauen und Männern, die ihre Selbstverwirklichung darin suchen, für
andere dazusein„.
Angesichts dieser Leistungsbereitschaft sei es für den Freistaat
selbstverständlich, mit Zuschüssen für eine gute Ausstattung zu sorgen.
Herrmann zählte verschiedene Fahrzeuge auf, die Retter im Landkreis
nutzen und für die es Fördergeld gegeben habe. Auch den Bau der neuen
Feuerwache in Lindau fördere das Land. Außerdem danke Bayern nicht nur
Feuerwehrlern, die seit 25 oder gar seit 40 Jahren aktiv sind, mit
staatlichen Ehrungen, sondern zeichne auch Rotkreuzler oder THWler
entsprechend aus. Erhielten die treuen Retter diese Auszeichnungen
früher bei den Hauptversammlungen, so möchte Landrat Elmar Stegmann die
Retter künftig beim jährlichen Blaulichtempfang ehren. Die Geehrten
genossen es, einmal im Mittelpunkt zu stehen – und freuten sich nach dem
offiziellen Teil auf Speisen und Getränke und ein zwangloses
Miteinander. Die Bläsergruppe Lindau hat den Abend übrigens musikalisch
umrahmt.
Zuvor aber hatte der Minister noch eine Mahnung, damit es auch künftig
ausreichend Retter gibt: Er höre, dass Arbeitgeber häufiger ungehalten
seien, wenn Mitarbeiter zum Einsatz müssen, weil der Alarm während der
Arbeitszeit losgeht. Jeder solle sich überlegen, dass auch er in die
Lage kommen könne, auf die Feuerwehr angewiesen zu sein. „Deshalb ist es
wichtig, dass Arbeitgeber dieses ehrenamtliche Engagement nicht nur
dulden, sondern unterstützen.“ Sonst sei es schnell vorbei mit dem
ruhigen Schlaf.
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