Feuerwehren hoch eingestuft

Auszeichnung - Weiler, Simmerberg und Ellhofen in Bewertungsklasse 4 - Betriebe können dadurch Geld bei Feuerversicherung sparen

Die 155 Feuerwehrleute der Wehren aus Weiler, Simmerberg und Ellhofen dürfen stolz sein: Sie wurden vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in die hohe Feuerwehr-Bewertungsklasse 4 eingestuft. Die Klassifizierung wurde von der Marktgemeinde angestoßen, die in Person von Ordnungsamtsleiter (und Kreisbrandrat) Friedhold Schneider auch alle notwendigen Unterlagen dazu eingereicht hatte. Er sieht das «sehr gute Ergebnis als Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit» der drei Feuerwehren. Und nicht nur das: Auch die örtlichen Betriebe sparen dadurch Geld.

Für Feuerwehren gibt es die Bewertungsklassen 2 bis 5. Stufe 4 ist für eine Gemeinde wie Weiler-Simmerberg die bestmögliche Bewertung - denn die nächsthöhere Klasse 5 erhalten nur Feuerwehren mit hauptamtlichem Personal, beispielsweise die der Stadt Kempten. Zum Vergleich: Lindau ist derzeit mit Stufe 2 bis 3 bewertet, Lindenberg und Immenstadt mit Stufe 2.

«Der Markt Weiler-Simmerberg ist derzeit die einzige Landkreisgemeinde, die diese erfreuliche Bewertung erhielt», so Schneider. Für die Einstufung wurden verschiedene Kriterien berücksichtigt, darunter die Alarmierung, Zahl der Atemschutzträger, Tagesverfügbarkeit der Wehrler und die gemeindliche Löschwasserversorgung.

472000 Euro investiert
Dass die drei Feuerwehren so gut abschneiden, davon können auch die örtlichen Gewerbe- und Industriebetriebe profitieren: Die Einstufung kann bei der technischen Risikobewertung einer Firma individuell berücksichtigt werden. Je besser die Einstufung, desto weniger muss der Betrieb für seine Feuerversicherung bezahlen. «Stufe 4 bietet je nach Unternehmensgröße pro Jahr eine Einsparung im vier- bis fünfstelligen Bereich», so Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph, der dies als positiven Standortfaktor sieht und ein großes Lob an die Floriansjünger aussprach.

Auch wenn die Feuerwehren Teile ihrer Ausrüstung selbst finanzieren, lässt sich die Marktgemeinde diese drei Einrichtung etwas kosten: In den Jahren 2007 und 2008 waren es insgesamt 472000 Euro für Unterhalt und Investitionen.

Natürlich wollen die Feuerwehren dafür sorgen, dass sie weiterhin so leistungsfähig bleiben. Das ist neben der technischen Ausstattung vor allem eine Frage des Personals. Deshalb sei es ganz wichtig, dass die örtlichen Arbeitgeber die bei ihnen angestellten Feuerwehrler im Brandfall auch von der Arbeit befreien und zum Einsatz lassen. Das klappe richtig gut. «Die Arbeitgeber stehen hinter der Feuerwehr», freut sich Armin Rochelt, 2. Kommandant der Feuerwehr Weiler.
Quelle: "Der Westallgäuer"